Einfach kommen und staunen…

  • Winterpause vom 10.12.18 – 4.1.19
  • Mi. 23.1.19 SeminarWerkstatt: Projektarbeit u. Dokumentation
  • Fortbildungsangebot 2018.19 + AGBs
  • Do. 7.2.19 14.30 – 16.30 Einführungsworkshop
  • Mi. 20.2.19 SeminarWerkstatt: Raumgestaltung
  • der Remida auf Twitter folgen
  • das Remida Heft bestellen
  • einfach unverbindlich die Materialien ausprobieren: Aussuchen und selbst den Wert einschätzen.
 

Ordnung ist das halbe Leben…

„Das sieht so ordentlich, aufgeräumt aus“, ist das was Besuchern in der Remida häufig auffällt und einen Hinweis auf ihre Erwartungen gibt: Durcheinander in staubigen Kartons. Das ist auch die häufigste Assoziation mit Recycling. Der Raum ist der dritte Erzieher ist ein geflügeltes Wort aus Reggio Emilia und somit Teil des Konzepts der Idee. In vielen Kitas oder anderen Einrichtungen gibt es häufig Ordnungssysteme in Form von angebrachten Fotos oder durchsichtigen Kästen, damit die Kinder die Dinge sehen können. Wenn… weiterlesen

 

Öffnungszeiten:
Montags & Dienstags
14–17 Uhr
Donnerstags & Freitags
10–14 Uhr

Remida – das kreative

Recycling Centro:
Am Born 19
22765 Hamburg-Altona
Tel: 0176. 510 45 798
e-Mail: email hidden; JavaScript is required

 

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Interview aus der REmida 

Stell dir vor…

Assoziationsmaschine

Assoziationsmaschine

So beginnen wir Erzählungen, wenn es darum geht jemanden ins Bild zu holen. Sich etwas vorstellen heißt, sich ein Bild machen.

Umgekehrt bedeutet es auch, Eindrücke aus einem Bild in Worte zu fassen. Assoziieren. In der Remida empfängt unsere Assoziationsmaschine, oder „die-woran-denke-ich-wenn ich-das-sehe-Maschine“ die Besucher. Sie ist eine kleine Lockerungsübung für Phantasie und Imagination. Denn diese beiden Kompetenzen stehen im Zentrum der Idee Remida. In Texten von Loris Malaguzzi tauchen diese Begriffe häufig auf, woran deutlich wird, worum es in den Kitas in Reggio geht.

Wer über Phantasie und Vorstellungskraft verfügt, der ist weniger auf die Ideen anderer angewiesen. Benötigt keine Vorlagen.

Gerade Kinder haben meistens reichlich Phantasie und Vorstellungskraft. Mit ihnen geht dann manchmal die Phantasie durch, so sagen die Erwachsenen dann, wenn Kinder völlig phantastische Ideen entwickeln, die mit der Realität nichts mehr zu tun haben. Imagination jedoch sprengt die Realität. Sie geht darüber hinaus – ins „was-wäre-wenn“.

Bei den Einführungen in die Idee der Remida versammeln sich zunächst alle Besucher um unsere Assoziationsmaschine. Es gibt Menschen, die sich gut auf dieses Spiel einlassen können, anderen fällt es schwerer aus dem  Bauch heraus spontan ihre Ideen zu äußern. Möglicherweise blockiert der „interne Bewerter“ diese Fähigkeit, gerade bei Erwachsenen, denen es möglicherweise peinlich ist. Aber warum eigentlich?

Es ist immer wieder beeindruckend, wenn zehn Menschen auf das gleiche Gebilde sehen, und jeder denkt an etwas anderes. Manche flüchten sich in „abstrakte Kunst“ oder versuchen es mit einer Beschreibung dessen, was sie sehen. Aber dann wir uns ja ganz schnell einig – die eigenen Vorstellungen sind vielfältiger. Außerdem bewegen sie sich außerhalb der Kriterien von richtig und falsch. Vorstellungen können nicht objektiv falsch sein. Man kann nur für sich erkennen, daß man mit seiner eigenen Vorstellung falsch gelegen hat.

Die wahren Abenteuer finden im Kopf statt. Kopfkino eben, das z. B. beim Lesen entsteht, oder in der Auseinandersetzung mit Materialien: Wie mag es sich anfühlen? Deckt sich das anschließende Erlebnis mit meiner Vorstellung? Woran erinnert mich das? Auf welche Ideen komme ich? Der Dreischritt Sehen – Vorstellen – Anfassen.

Vorstellungskraft hilft auch, wenn es um Installationen geht, die nur für die Augen da sind. Oft ist der Drang es anfassen zu wollen sehr groß. Im Innehalten und sich vorstellen liegt eine große Kompetenz. Beim Spielen auf dem Overheadprojektor schlägt manchem die Vorstellung ein Schnippchen: Erwartungsvoll wird ein Stückchen roter Tüll auf die Lichtfläche gelegt, das Rot leuchtet noch strahlender. Auf der Projektionsfläche hingegen ist nur die Struktur in schwarz zu sehen. „Oh, so habe ich mir das nicht vorgestellt!“

 

Ich würde die Vorstellungskraft zu den Schlüsselkompetenzen zählen, neben u. a. Eigeninitiative und Kreativität. Denn ohne Vorstellung entsteht kein Plan. „Wenn du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch machen“, wußte schon Walt Disney. Visionen sind letztlich auch Vorstellungen, ohne die wir keine Lebensziele entwickeln können, keine Zukunft gestalten. Hier sind Phantasien sehr hilfreich, denn mit der Realität kommt man für die Zukunft nicht weit. Sie ist von heute oder gar von gestern. Die Zukunft lebt allein von der Vorstellung.